Waschmaschine reinigen: So geht's

Stand: Oktober 2026

Wenn die Wäsche nicht mehr frisch riecht, liegt es oft an der Maschine selbst. Niedrige Waschtemperaturen, flüssiges Waschmittel und eine geschlossene Tür lassen Biofilm und Gerüche entstehen. Mit wenigen Handgriffen alle paar Wochen bleibt die Maschine sauber.

Woher kommt der Geruch?

Bei Wäschen mit 30 oder 40 Grad und Flüssigwaschmittel bleiben Reste von Waschmittel, Weichspüler und Hautschuppen zurück. In der Feuchtigkeit bilden Bakterien einen Film. Typische Stellen sind die Gummidichtung der Tür, das Waschmittelfach, das Flusensieb und der Ablaufschlauch.

Die Reinigung Schritt für Schritt

1. Gummidichtung

Falten der Türdichtung auseinanderziehen, mit einem feuchten Tuch auswischen und Haare, Flusen und Fremdkörper entfernen. Bei schwarzen Stellen hilft ein mildes Reinigungsmittel. Beachte, dass Gummi durch scharfe Mittel porös werden kann.

2. Waschmittelfach

Das Fach lässt sich bei den meisten Geräten herausnehmen. Unter warmem Wasser mit Bürste reinigen und auch den Schacht dahinter auswischen.

3. Flusensieb (Pumpenfilter)

Das Sieb sitzt meist hinter einer Klappe unten an der Maschine. Stell eine flache Schale und Tücher bereit, denn es läuft Restwasser aus. Sieb herausdrehen, Flusen, Münzen und Haarspangen entfernen und unter Wasser reinigen. Prüfe in der Anleitung die genaue Vorgehensweise für dein Modell.

4. Leerer Waschgang

Einmal im Monat eine leere Wäsche bei möglichst hoher Temperatur, in der Regel 60 Grad oder mehr, laufen lassen. Dazu kannst du einen Maschinenreiniger verwenden. Folge der Dosierung auf der Packung und den Hinweisen deines Herstellers.

5. Tür und Fach offen lassen

Nach dem Waschen die Tür einen Spalt offen lassen, damit die Trommel trocknen kann. Das Waschmittelfach ebenfalls leicht herausziehen.

Hausmittel: Essig und Zitronensäure?

Viele empfehlen Essig oder Zitronensäure gegen Kalk und Gerüche. Hersteller raten dazu teils ab, weil Säuren Gummidichtungen und Dichtungen auf Dauer angreifen können. Schau in die Bedienungsanleitung, bevor du Hausmittel einsetzt, und verwende im Zweifel einen Reiniger, den der Hersteller freigibt.

Kalk: Muss ich entkalken?

In Gebieten mit hartem Wasser setzt sich Kalk an Heizstab und Trommel ab. Ein Waschmittel mit Kalkschutz oder ein Entkalker, der für Waschmaschinen freigegeben ist, kann helfen. Die Wasserhärte erfährst du bei deinem Wasserversorger.

So bleibt die Maschine sauber

Woher kommt das? Von der Holztrommel zum Vollautomaten

Die Hausfrauen-Waschmaschine begann nicht mit Strom: 1901 stellten Carl Miele und Reinhard Zinkann ein handbetriebenes Gerät vor, das nach dem Prinzip eines Butterfasses arbeitete, mit Holzbottich und Hebel. Erste Vollautomaten für den Haushalt folgten Anfang der 1950er Jahre. Vieles, was wir heute als Pflegeproblem kennen, ist jünger: Moderne Maschinen waschen oft kalt oder bei niedriger Temperatur und mit Flüssigwaschmittel, und genau dort entstehen Rückstände und Gerüche, die wir oben beschrieben haben.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Waschmaschine reinigen?

Dichtung und Waschmittelfach alle ein bis zwei Wochen kurz auswischen, den Pumpenfilter alle paar Monate kontrollieren und einmal im Monat einen heißen Leerwaschgang machen.

Warum riecht die Wäsche nach dem Waschen muffig?

Meist liegt es an Biofilm in der Maschine, zu niedrigen Temperaturen oder zu langem Liegenlassen der nassen Wäsche. Reinige die Maschine und wasche gelegentlich heiß.

Hilft ein Maschinenreiniger wirklich?

Er kann Rückstände und Gerüche lösen, ersetzt aber nicht die mechanische Reinigung von Dichtung, Fach und Sieb. Nutze beides kombiniert.

Ein verwandtes Thema ist die Pflege deiner Kaffeemaschine: Siehe unseren Ratgeber zum Kaffeevollautomat mit Hinweisen zu Entkalkung und Reinigung.

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