Raclette gehört für viele zu Weihnachten und Silvester. Das gemeinsame Essen am Tisch ist unkompliziert und für Gruppen ideal. Damit es klappt, braucht es das passende Gerät. Dieser Ratgeber erklärt, worauf du beim Kauf achten solltest und wie viel du einkaufen musst.
Wie viele Personen?
Raclette-Geräte gibt es für 2, 4, 6, 8 oder mehr Personen. Die Zahl entspricht den Pfännchen. Ein Gerät mit weniger Pfännchen führt zu Wartezeiten, eines für mehr Personen braucht mehr Platz. Plane beim Kauf lieber etwas größer, wenn regelmäßig Gäste kommen.
Die Gerätetypen
- Raclette mit Grillplatte und Pfännchen: Der Standard. Oben grillst du Fleisch und Gemüse, unten schmilzt der Käse in den Pfännchen.
- Heißer Stein: Der Stein wird heiß und gart schonend. Er braucht länger zum Aufheizen und ist etwas schwerer zu reinigen.
- Gusseisen- oder Antihaftplatte: Gusseisen hält Hitze gut, Antihaft ist leichter zu reinigen. Prüfe, ob du Metallbesteck verwenden darfst.
- Raclette-Fondue-Kombi: Vielseitig für Gruppen, aber größer und teurer.
Leistung und Steckdose
Mehr Leistung bedeutet schnelleres Aufheizen und mehr Reserve bei mehreren Pfännchen. Viele Geräte liegen im Bereich von etwa 1.000 bis über 1.500 Watt, die genaue Zahl steht im Datenblatt. Schließe das Gerät direkt an die Wandsteckdose an, und vermeide es, mehrere Großverbraucher an dieselbe Steckdosenleiste zu hängen.
Kaufkriterien
- Reinigung: Abnehmbare Platten und Pfännchen, die spülmaschinengeeignet sind, ersparen Arbeit.
- Beschichtung: Gute Antihaftbeschichtung hält länger. Verwende Holz- oder Silikonspatel, wenn der Hersteller es verlangt.
- Standfestigkeit und Kabel: Das Gerät muss sicher stehen, das Kabel nicht im Weg liegen.
- Temperaturregelung: Praktisch, damit nichts verbrennt.
- Lagerung: Kompakte Geräte lassen sich besser verstauen.
Wie viel Käse und Beilagen?
Als Richtwert rechnet man mit etwa 200 bis 250 Gramm Käse pro Person. Dazu kommen Kartoffeln, Gemüse und Fleisch. Mit größeren Mengen sorgst du für Reserve, weil Reste meist am nächsten Tag verwendet werden können.
- Käse: Raclettekäse in Scheiben, dazu gern eine zweite Sorte zum Variieren.
- Kartoffeln: Kleine Pellkartoffeln, am besten vorgekocht.
- Gemüse: Paprika, Champignons, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten.
- Fleisch: Geflügel, Schinken, Würstchen oder Fisch für die Platte.
- Extras: Gewürzgurken, Silberzwiebeln, Dips und Brot.
Tipps für das Essen
- Gerät rechtzeitig vorheizen.
- Zutaten klein schneiden, damit sie schnell garen.
- Rohes Fleisch und Fertiges getrennt halten und separate Zangen verwenden.
- Gut lüften, denn Raclette riecht lange nach Käse und Fett.
- Gerät vor der Reinigung abkühlen lassen.
Woher kommt das? Vom Käse am Feuer zum Tischgrill
Raclette ist ursprünglich eine Hirten- und Bauernmahlzeit aus der Schweiz: Im Kanton Wallis ist das Braten von Käse am Feuer, bei dem die weiche Schnittfläche eines Laibs abgestrichen wird, seit dem 16. Jahrhundert belegt. Der Name „Raclette“ kommt vom französischen „racler“ (schaben) und setzte sich erst im 19. Jahrhundert durch. Das Tischgerät mit Pfännchen ist eine spätere Abwandlung. Heute bereitet nach einer Statista-Umfrage etwa ein Viertel der Menschen in Deutschland Raclette zu Weihnachten zu.
Quellen: ZDFheute: Geschichte des Raclette.
Häufige Fragen
Raclette oder Fondue?
Raclette ist unkomplizierter und flexibler bei den Zutaten. Fondue ist traditioneller und gesprächiger. Für größere Gruppen ist Raclette oft einfacher.
Wie reinige ich ein Raclette?
Abkühlen lassen, Pfännchen und abnehmbare Platten spülen, das Gehäuse feucht abwischen. Nie das Gerät mit Stecker ins Wasser tauchen.
Kann ich Raclette im Winter auch draußen nutzen?
Nur, wenn der Hersteller es erlaubt. Normale Elektrogeräte sind für den Innenbereich gedacht.



