Im Oktober und November fällt das Laub, und Rasen, Wege und Terrasse brauchen Pflege. Ein Laubsauger oder Laubbläser spart Zeit und Rücken. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede, hilft bei der Auswahl und nennt die wichtigsten Regeln.
Laubbläser, Laubsauger oder Kombi?
- Laubbläser: Bläst das Laub zusammen. Einfach und handlich, aber das Laub muss anschließend aufgesammelt werden.
- Laubsauger: Saugt das Laub in einen Fangsack. Das Laub wird oft zerkleinert (gehäckselt), was Platz im Sack und auf dem Kompost spart.
- Kombigeräte: Lassen sich vom Bläser zum Sauger umbauen und sind vielseitig, aber meist schwerer.
Antriebsarten
- Elektro mit Kabel: Günstig und leicht, aber du bist an die Steckdose gebunden und brauchst ein Verlängerungskabel für den Außenbereich. Für kleinere Gärten gut.
- Akku: Flexibel und leise, ohne Kabel und Abgase. Achte auf Akkukapazität und Laufzeit, bei großen Flächen brauchst du Ersatzakku.
- Benzin: Leistungsstark für große Flächen, aber laut, schwer und mit Abgasen. Für Hobbygärten meist übertrieben.
Kaufkriterien
- Luftgeschwindigkeit und Volumen: Entscheidend für die Leistung. Nur ein Wert allein sagt wenig, vergleiche beide.
- Häckselverhältnis: Bei Saugern, etwa 10:1, wird das Laub deutlich verkleinert.
- Fangsack: Größeres Volumen heißt weniger Pausen, aber höheres Gewicht.
- Gewicht und Tragegurt: Wichtig bei längerer Nutzung. Probiere die Handhabung, wenn möglich, aus.
- Lautstärke: Akku und Elektro sind meist leiser als Benzin, aber noch immer deutlich hörbar.
- Regelbare Geschwindigkeit: Hilft, empfindliche Beete nicht zu zerstören.
Regeln und Rücksicht: Ruhezeiten
Laubbläser und Laubsammler sind in Wohngebieten reglementiert. Bundesweit gilt unter anderem eine Verordnung, die Betriebszeiten für Geräte ohne bestimmtes Umweltzeichen auf Werktage und bestimmte Tageszeiten begrenzt. Außerdem gibt es kommunale Regeln und Mietvertrags- beziehungsweise Hausordnungsregelungen. Informiere dich bei deiner Gemeinde und halte Mittags-, Abend- und Sonntagsruhe ein.
Laub sinnvoll verwenden
- Kompost: Gehäckseltes Laub ergibt guten Humus. Mische es mit Rasenschnitt.
- Beete: Eine dünne Laubschicht schützt Beete im Winter und liefert Nährstoffe.
- Tierfreundlich: Lass in einer Gartenecke Laub liegen. Igel und andere Tiere nutzen es als Unterschlupf.
- Entsorgung: Biotonne oder kommunale Grüngutsammlung. Frage bei deiner Gemeinde nach.
- Rutschgefahr: Nasses Laub auf Wegen und Treppen kann gefährlich sein. Entferne es regelmäßig.
Woher kommt das? Vom Spritzgerät zum Gartengerät
Die Herkunft des Laubbläsers ist umstritten. Nach verbreiteter Darstellung entstand er aus landwirtschaftlichen Rückentragsprühgeräten: Nutzer entfernten die Spritzteile und behielten nur das Gebläse, die Hersteller erkannten das Potenzial als Gartengerät. In Kalifornien soll die Trockenheit mit Wasserverboten für Gartenarbeit die Verbreitung gefördert haben. Das japanische Unternehmen Kyoritsu Noki, später Echo, nennt für ein spezielles Rückentragmodell das Jahr 1970. In Deutschland ist der Einsatz wegen des Lärms heute geregelt, siehe oben.
Häufige Fragen
Akku oder Kabel?
Für kleine bis mittlere Gärten sind Akku-Geräte bequem. Bei großen Flächen sind Kabelgeräte mit Dauerstrom oder Geräte mit Ersatzakku besser.
Wie viel Leistung brauche ich?
Für einen normalen Garten reichen Elektro- oder Akku-Geräte mit regelbarer Leistung. Benzin lohnt sich eher für große Grundstücke.
Darf ich Laub bei Nachbarn entsorgen?
Nein. Entsorge es auf dem eigenen Grundstück oder über die kommunale Sammlung.
Für Abende im Garten und Haus passen auch Lichterketten.



